Wer sie nicht kennte,
die Elemente,
ihre Kraft und Eigenschaft,
wäre kein Meister
über die Geister.

Goethe: Faust I/Faust zum Pudel

Im Verbund der Elemente können wir die Stromerzeugung einer Photovoltaikanlage sinnvoll in ein Eisspeicher Heizsystem einbinden

Das fünfte Element, die Quintessenz


Noch in der Antike fügte Aristoteles dieser Naturauffassung den vier sichtbaren Elementen ein weiteres, unsichtbares Element - den feinsten Ätherstoff - hinzu, welches die anderen Elemente krönt und vervollständigt.

Aus ihm sind der damaligen Lehrmeinung nach die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft entstanden und es verbindet sie zu einer Einheit. Seine einzigartige Kraft ist es, leblosen Gegenständen Leben einzuhauchen und als geistige Kraft ist es in allen Elementen verborgen enthalten. Die Römer nannten es als „fünftes Seiendes“ die QUINTA ESSENTIA, im übertragenden Sinn das Wesentliche, das Hauptsächliche, das Wichtigste. Will man heute einen wesentlichen Kern einer Sache zum Ausdruck bringen spricht derjenige heute häufig von der Quintessenz.

Doch was hat die einleitende Vorgeschichte mit einem Eisspeicher-Heizsystem zu tun? Im Verbund der Elemente können wir die Stromerzeugung einer Photovoltaikanlage sinnvoll in diesen Energiefluss einbinden und neue zusätzliche Energiepotentiale gewinnen.

Eingebunden in ein Eisspeicher-Heizsystem steigert das die Wirtschaftlichkeit und Produktivität der PV-Anlage

Betreiber herkömmlicher Photovoltaik-Anlagen kennen den Umstand, dass die Stromerträge im Sommer im Verhältnis geringer ausfallen als im Frühjahr oder Herbst, obwohl das solare Angebot optimaler und höher ist. Grund ist die hohe Oberflächentemperatur der Solarzellen bei der Stromproduktion durch die Sonne, die sich kontraproduktiv auf die Stromproduktion auswirkt. 

So sinkt die Nennleistung einer PV-Anlage um ca. 0,5% pro ein Grad Celsius Temperaturerwärmung. Im Hochsommer ein Verlust der bis zu 30% betragen kann.

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“
– Aristoteles –

Eingebunden in ein Eisspeicher-Heizsystem zeigen sich neue Synergieeffekte, welche die Wirtschaftlichkeit und Produktivität der PV-Anlage steigern. Gleichzeitig wird die leistungsschwächende Wärme als kostenloser thermischer Ertrag dem Wohngebäude -entweder direkt oder indirekt- zur Beheizung und Trinkwassererwärmung zugeführt. Die Materialbelastung der Photovoltaik-Module wird gesenkt und die Lebenserwartung der Solarzellen verlängert. Die Strahlungsleistung der Sonne von ca. 1000 W pro Quadratmeter kann so effizienter umgesetzt werden.

Die umweltfreundliche, CO2-freie Energieerzeugung macht den Eigentümer unabhängiger von zukünftigen Energiekosten und ist ein entscheidender Schritt zur beschlossenen Energiewende der Bundesregierung und dem wirtschaftlichen Ausbau alternativer Energien. Entsprechend ausgelegt kann mit dem System als Null Energie Plus-Haus mehr Energie in Form von Strom produziert werden als benötigt, der z. B. für ein Elektroauto zur Verfügung gestellt werden kann.

Mit diesem Ressourcen schonenden Energiekonzept kann man guten Gewissens Energiepreiserhöhungen gelassen entgegen sehen.